Dritte Fastenwoche

Gedanke der dritten Fastenwoche

DurchBruch zum Leben „Ich sehe dich“

Die Sehnsucht, gesehen zu werden, Ansehen zu haben, steckt tief in uns Menschen.
Wir vermissen dies immer wieder von den Menschen um uns herum.
Manchmal leiden wir auch darunter, übersehen zu werden, zu kurz zu kommen.
Manchmal haben wir selber keinen Blick mehr für den andern, weil ein Konflikt zwischen uns steht.
Gott schenkt uns Ansehen und ermutigt uns, es einander zu schenken.
Wenn wir auf Jesus am Kreuz schauen, dann wissen wir, dass IHM nichts und niemand zu gering war, denn Jesu Blick ging und geht immer bis an den untersten Punkt des Menschen.
Er wusch den Jüngern die Füße
Er ging er für den Menschen in den Tod
Das ist Liebe!

Übung der Woche:

Wenn ich in den Spiegel schaue, werfe ich mir einen liebevollen Blick zu. Wenn ich Menschen begegne, überlege ich nicht zuerst, wer es ist, sondern ich schenke ihm einen Blick der Wertschätzung

Zweite Fastenwoche

Gedanke der zweiten Fastenwoche

DurchBruch zum Leben „Ich muss da durch….“

Wie oft sagen wir uns das selber oder anderen: Ich muss da durch“ – „Da musst du durch!“ Es braucht Kraft und Vertrauen und oft spüren wir den Schmerz des „Hindurch“-

Ein Kind, welches geboren wird
Pflanzen, die im Frühjahr durch die harte Erde brechen
Entscheidungen, die uns Kraft rauben
Krankheit
Müdigkeit
Nacht

Auch Jesus weiß, dass es ein Hindurch gibt mit aller Angst und Kraftlosigkeit, aber mit dem Vertrauen, dass das Ziel das Licht ist.

Übung der Woche:
Ich gehe wach durch die Natur und schaue, wie das zarte Leben durchbricht, vielleicht gönne ich mir einen Moment und bleibe stehen mit dem Gedanken: Auch in meinem Alltag wird dies geschehen und ich will darauf achten, dass ich an der kleinen Pflanze Leben nicht vorbeihaste, denn sie birgt Kraft, Mut und Freude – Zukunft, bei mir und beim andern.

Erste Fastenwoche

Gedanke der ersten Fastenwoche

DurchBruch zum Leben: „Ich begegne dem Kreuz und…..“

Ob ich will oder nicht: es ist da, das Kreuz.
Das Wegkreuz
Das Fensterkreuz
Das Wandkreuz
Die Kreuzung
Das Kreuz

Ich begegne dem Kreuz und ich begegne darin einer Botschaft an mich persönlich und an die ganze Welt: „Es gibt einen, dem bist du so wichtig, dass ER sein Leben für dich hingegeben hat.“ Gott selber möchte mir begegnen und mir sagen: „Ich bin da!“ „Ich bin da für dich!“

Übung der Woche:

Ich nehme die Kreuze wahr im Alltag, da wo ich lebe und arbeite und lasse das Kreuz einen Moment lebendig werden, indem es zu mit sprechen darf: „Ich, Gott, bin mit dir!“

Aschermittwoch

Aschermittwoch, den 1. März

DurchBruch zum Leben „Ich wende mich dem Leben zu“

Der Beginn der Fastenzeit lädt uns ein, uns neu auf den Weg zu machen, das Leben zu suchen, neu zu entdecken und es zu gestalten. Das Aschenkreuz erinnert mich daran, dass es mehr gibt als das, was sich vordergründig zeigt, denn wie schnell vergeht es. Wir sind gerufen, uns dem LEBEN zuzuwenden. Jesus sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ Joh14,6

Übung zu Beginn der Fastenzeit:

Ich spüre in mir nach oder denke darüber nach: „Nach was sehnt sich mein Herz wirklich, wonach hungert und dürstet mich?“ Vielleicht hilft es mir auch, dies aufzuschreiben.

DurchBruch zum Leben

Für unsere MitarbeiterInnen bieten wir in der Fastenzeit wöchentliche Impulse an. Gerne teilen wir sie auch mit anderen Interessierten!

Wir tragen den Namen „Barmherzige Schwestern vom hl. Kreuz“. Es ist für uns alle Einladung und Herausforderung, immer wieder neu zu erspüren, was es ganz konkret bedeuten kann, dem Geheimnis von Kreuz und Auferstehung näher zu kommen im Alltag, für uns ganz persönlich.

Die Fastenzeit lädt uns alle ein, inne zu halten und uns neu dem Leben zuzuwenden, ja, durchzustoßen zum Leben. So finden Sie ab Aschermittwoch und dann wöchentlich hier einen Gedanken unter der Überschrift: „DurchBruch zum Leben.“ Diesem fügt sich eine kleine Übung an, die uns im Alltag helfen kann, Kreuz und Auferstehung als eine Wirklichkeit zu sehen, die ganz nahe ist und die mit mir konkret etwas zu tun hat.

Autorin der Impulse ist Sr. Maria Magdalena Schlageter