Einladung zur Fastenzeit - „(W)ORTE“

Wie viele Worte strömen täglich auf uns ein durch Menschen - gesprochen, gelesen, erinnert.
Wie viele Worte strömen auf uns ein durch Gott - gehört, gelesen, erinnert.
All diese Worte haben eine Wirkung: sie öffnen oder verschließen, sie richten auf oder drücken nieder.
Worte lösen Gefühle aus - sie machen froh oder machen Angst.
In der Fastenzeit lassen wir uns durch WORTE an ORTE führen, die uns Begegnung, Nähe, Freiheit, Heil schenken – an Gottesorte!

Ein Gedanke, ein Gebet und Bilder von Sr. Mirjam Hinderberger können uns helfen, in eine ruhende Unterbrechung zu finden.
Hier ein kleiner Ausblick:

  1. Aschermittwoch, 17.02.2021: „Kehrt um…!"
  2. Montag 22.02.2021: „Komm!“
  3. Montag, 01.03.2021: „Steh zu dir!“
  4. Montag, 08.03.2021: „Lass dich fallen!“
  5. Montag, 15.03.2021: „Öffne dich!“
  6. Montag, 22.03.2021: „Glaube!“
  7. Montag, 29.03.2021, Karwoche: „Du bist mehr!“
  8. Ostersonntag, 04.04.2021: „Du wirst leben!“

Aschermittwoch: „Kehrt um…!"

"Kehrt um und glaubt an das Evangelium“

„Kehrt um…!"
Worte, die uns beim Austeilen der Asche zugesprochen werden.
Sie laden ein, uns der Lichtseite zuzuwenden, die Sichtweise zu verändern und neue Entscheidungen für das Leben zu treffen.
Sie führen mich an jene Orte in mir, die sich nach Licht, nach Nahrung, nach Heil sehnen.
Sie zeigen neue Orte in mir, in denen mir genau das begegnet, was ich brauche.

GEBET:
Gott, es ist schwer, im Mangel einen Gewinn zu sehen, im Hunger eine Speise, im Dunkel das Licht.
Hilf mir zu glauben, dass du, der du mich erschaffen hast, mich nicht alleine lässt und als das Licht der Welt auch dann voranleuchtest, wenn es nicht danach ausschaut. Amen.

Text: Sr. Maria Magdalena Schlageter, Hegne
Bild: Sr. Mirjam Hinderberger, Hegne

1. Woche: „Komm!“

Ein Wort der Einladung-
Ein Wort der Ermutigung-
Ein Wort der Nähe-
Ein Wort nach vorne-

Das Wort lädt ein, auf die Kraft in mir zu schauen.
Es führt mich an jene Orte in mir, die zögern, die sich nicht trauen, einen Schritt zu setzen und Angst haben, zu scheitern.
Es zeigt neue Orte in mir, die stärker sind, weil ich an mein Vertrauen geführt werde.

Gebet:
Gott, du bist da und streckst deine Hand nach mir aus, wenn ich mich nicht traue.
Du schaust mich an und ich darf spüren, dass ich gemeint bin.
Hilf mir, diesem AUGEN-BLICK zu trauen.
Amen.

Text: Sr. Maria Magdalena Schlageter, Hegne
Bild: Sr. Mirjam Hinderberger, Hegne

2. Woche: „Steh zu dir!“

Das Wort lädt ein, gut zu mir zu sein.
Zu mir?
Ja, aber…
Ich?
Ich!
Es führt mich an jene Orte in mir, die einen Widerstand hervorrufen, weil ich anders sein will oder manches in mir nicht annehmen und lieben kann.
Es zeigt neue Orte in mir, die warm sind, weil ein Mensch genau mich liebt, weil ich mich selbst anders sehen und annehmen kann.

Gebet:
Gott, du selbst breitest die Arme aus, weil du mich gerne in deiner Nähe hast, obwohl du mich durch und durch kennst.
Ja, gerade deshalb, denn du bist ein liebender Gott, der in aller Zartheit mein Inneres und Äußeres berührt und mir Stand verleiht.
Amen.

Text: Sr. Maria Magdalena Schlageter, Hegne
Bild: Sr. Mirjam Hinderberger, Hegne

3. Woche: „Lass dich fallen“

Ein Wort, das mich entlastet –
Ein Wort, das mir Ruhe schenkt –
Ein Wort, das mich atmen lässt –
Das Wort lädt ein, loszulassen!

Es führt mich an jene Orte in mir, die angespannt sind, die Angst haben, loszulassen, weil die Sicherheit und das Zutrauen fehlen.
Es zeigt neue Orte in mir, die einen Grund erahnen, der mich trägt und nicht fallen lässt.

Gebet:
Gott, du bist der Grund, auf dem ich sicher stehe.
Dein bedingungsloses „Ja“ zu mir schenkt eine Beziehung, in der ich erleben kann, dass ich gelassener werde.
Amen.

Text: Sr. Maria Magdalena Schlageter, Hegne
Bild: Sr. Mirjam Hinderberger, Hegne