Pilgern nach Hegne

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Am Wochenende fand das Angebot Pilgern nach Hegne unter dem Motto "Mehr als du denkst" statt und rund 150 Jugendliche sind unserer Einladung gefolgt.

Von den verschiedensten Orten aus sind sie aufgebrochen und haben sich zu Fuß auf den Weg nach Hegne gemacht. Hier erwartete die jungen Pilger dann ein buntes Programm. Am Samstagabend starteten wir im Stall damit, dass sich die Gruppen untereinander kennenlernten und von ihren Erlebnissen unterwegs berichteten. Weiter ging es dann mit "Stay&Pray" (Anbetung und Lobpreis) in der Klosterkirche. Den Sonntagmorgen begannen wir mit einem Morgenlob. Auf dem Weg zum See ließen wir uns von den ersten Jüngern berichten, wie sie damals Jesus kennengerlernt haben und fragten auch uns selbst, was es für uns bedeutet, Jesus nachzufolgen oder welchen Plan er für unser Leben hat. Am Schluss durfte Jeder seinen Namen auf einen kleinen Fisch schreiben und sich im großen Netz festmachen. Den Abschluss des Pilgerwochenendes bildete der Pilgergottesdienst mit Weihbischof Michael Gerber in der gut gefüllten Klosterkirche: Es ist immer "mehr als du denkst" - es ist der HERR.

Michaela erzählt...

Da geht was!- 2017

230 Jugendliche aus der ganzen Erzdiözese pilgern nach Hegne

Die Pfingstferien neigen sich gerade schon dem Endes zu und das letzte freie Wochenende steht vor der Tür, bevor es für viele der Schüler und Schülerinnen in die letzte Runde des Schuljahrs geht oder die letzten Prüfungen anstehen. Eigentlich Grund genug, die freie Zeit noch einmal richtig zu nutzen: Freibad, Grillabende oder auch einfach nur Sonne tanken im Garten – sollte man meinen.
Doch 230 Jugendliche machen sich in dieser letzten Ferienwochen auf den Weg. Anstatt die Sachen für das Freibad zu richten, packen die Jugendlichen Isomatte, Schlafsack und Wanderschuhe in ihren Rucksack. Statt gemütlich in der Hängematte zu liegen, machen sie sich zu Fuß auf den Weg. Viele von ihnen sind Firmanden, andere Ministranten oder Jugendgruppen, aber auch einzelne Jugendliche, die sich allein auf den Weg machen.
Von ganz unterschiedlichen Orten kommen sie. Einige sind fast eine ganze Woche unterwegs, andere brechen erst nach Fronleichnam auf. So unterschiedlich die Gruppen und ihre Wege auch sein mögen, sie alle haben das gleiche Ziel: das Kloster Hegne am Bodensee.

Dort kommen die Pilgergruppen im Laufe des Samstagnachmittags an. Zunächst steht natürlich die Stärkung mit kühlen Getränken und Hefezopf, den Bezug des Nachtquartiers und das anschließende Abendessen auf dem Programm. In der Zwischenzeit bleibt aber auch noch genug Zeit, eine Runde im kühlen See zu schwimmen, Blasen zu verarzten oder einfach nur auf der Isomatte die müden Knochen auszustrecken.
Nach dieser kurzen Erholung kann dann mit neuen Kräften in das Abendprogramm gestartet werden. Der erste Teil steht dabei ganz unter dem Aspekt der Begegnung. Nachdem jede Pilgergruppe kurz vorgestellt und von allen anderen Pilgern mit stürmendem Applaus begrüßt wurde, lernt jede Gruppe ihre „Gebetsschwester“ kennen. Pilgern nach Hegne beginnt nämlich nicht erst mit dem Ankommen im Kloster, sondern schon mit dem Aufbruch in den Heimatorten. Diesen Weg der jungen Pilger begleiteten die Schwestern im Gebet und ließen „ihrer Pilgergruppe“ auch schon einen kleinen Gruß per Postkarte vor dem Aufbruch zukommen. Nun gibt es die Möglichkeit, dass jede Gruppe mit ihrer Schwestern ins Gespräch kommt. Die Jugendlichen haben die Möglichkeiten alle Fragen zu stellen, die ihnen auf dem Herzen brennen oder können einfach von ihren Erfahrungen auf dem Weg nach Hegne erzählen.
Nach diesem ersten Teil des Abendprogramms kommt es zu einem kleinen Ortswechsel: nächste Pilgerstation ist die Kirche. Diese wird bereits mit bunten Strahlern eindrucksvoll illuminiert und auch die Band fireflies ist schon in den Startlöchern, so dass es gleich weiter gehen kann mit „stay & pray“. Bis um Mitternacht gibt es in der Kirche die Möglichkeit zur Anbetung und Lobpreis. Die Jugendlichen sind eingeladen ihre Anliegen, Sorgen oder Bitten auf Steine zu schreiben und diese vor das Allerheiligste zu bringen oder eine kleine Kerze zu entzünden. Auch besteht die Möglichkeit zum Gespräch, zum Segen oder auch zum Empfang des Sakraments der Versöhnung. Neben diesem großen Angebot in der Kirche gibt es auch noch einiges anderes zu entdecken. Wer eher nach Stille sucht oder etwas über die selige Schwester Ulrika erfahren möchte, ist in der Krypta am richtigen Ort. Der ehemalige Stall lädt zum gemütlichen Zusammensein bei Knabbereien und Zopf ein. Um Mitternacht endet das Abendangebot mit dem feierlichen Segen in der Kirche und dann geht es für alle Pilger in Richtung Isomatte.
Der Sonntag startet mit einem kurzen Morgengebet vor dem Frühstück. Und welcher Ort wäre hierfür besser geeignet als der See? So macht sich also die ganze Pilgerschar auf den Weg vom Kloster hinunter ans Ufer, um gemeinsam zu singen, zu beten und einen bewussten Moment die Stille des frühen Tages wahrzunehmen.
Nach dem Frühstück und dem Packen der Rucksäcke kommt dann der große Pilgergottesdienst mit Weihbischof Dr. Michael Gerber – der übrigens wie jedes Jahr auch einen Tag mit einer Pilgergruppe auf dem Weg war. Viele Pilger und Pilgerinnen wirken selbst aktiv im Gottesdienst als Ministranten, als Lektorin oder bei den Fürbitten mit. Mit diesem gemeinsamen Gottesdienst und einem kleinen Mittagessen endet das diesjährige Pilgern nach Hegne.