Pilgern nach Hegne

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Geh mit Gott, aber geh!

Das ist das Motto unseres Pilgerprojekts nach Hegne 2019!

Diese Redewendung wird ja eher in einem negativen Zusammenhang gebraucht und will sagen: Geh jetzt endlich! Verschwinde! Diese Aufforderung ist zwar höflich verpackt – geh mit Gott – also unter seinem Segen. Aber es klingt doch eher nach: Hauptsache, du bist weg – meinetwegen auch mit Gottes Segen!

Das meinen wir nun nicht, wenn wir Euch einladen, euch in den Tagen vor dem 22./23. Juni 2019 auf den Weg nach Hegne zu machen! Wir laden Euch ein, nicht einfach zu wandern, sondern zu pilgern – das heißt, mit einem Ziel, das Euch zieht und mit Gott unterwegs zu sein! Und dann kann „Geh mit Gott“ heißen: ja, es ist anstrengend und die Füße und Beine tun abends ordentlich weh, aber wenn Ihr mit Gott unterwegs seid, könnt Ihr vielleicht erfahren, dass es irgendwie doch immer weiter geht. Da sind die anderen, die einen ermuntern, weiter zu gehen – da sind tolle Gemeinschaftserfahrungen auf dem Weg – da trifft man an den einzelnen Unterkünften tolle Menschen, usw. Und vielleicht hört man dann auch mal in seinem Innern Gottes Stimme, die sagt: Komm, auf geht’s, ich bin dabei. Ich gehe mit, aber du musst auch loslaufen, einfach gehen!

Geh mit Gott, aber geh!

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Michaela erzählt...

Da geht was!- 2017

230 Jugendliche aus der ganzen Erzdiözese pilgern nach Hegne

Die Pfingstferien neigen sich gerade schon dem Endes zu und das letzte freie Wochenende steht vor der Tür, bevor es für viele der Schüler und Schülerinnen in die letzte Runde des Schuljahrs geht oder die letzten Prüfungen anstehen. Eigentlich Grund genug, die freie Zeit noch einmal richtig zu nutzen: Freibad, Grillabende oder auch einfach nur Sonne tanken im Garten – sollte man meinen.
Doch 230 Jugendliche machen sich in dieser letzten Ferienwochen auf den Weg. Anstatt die Sachen für das Freibad zu richten, packen die Jugendlichen Isomatte, Schlafsack und Wanderschuhe in ihren Rucksack. Statt gemütlich in der Hängematte zu liegen, machen sie sich zu Fuß auf den Weg. Viele von ihnen sind Firmanden, andere Ministranten oder Jugendgruppen, aber auch einzelne Jugendliche, die sich allein auf den Weg machen.
Von ganz unterschiedlichen Orten kommen sie. Einige sind fast eine ganze Woche unterwegs, andere brechen erst nach Fronleichnam auf. So unterschiedlich die Gruppen und ihre Wege auch sein mögen, sie alle haben das gleiche Ziel: das Kloster Hegne am Bodensee.

Dort kommen die Pilgergruppen im Laufe des Samstagnachmittags an. Zunächst steht natürlich die Stärkung mit kühlen Getränken und Hefezopf, den Bezug des Nachtquartiers und das anschließende Abendessen auf dem Programm. In der Zwischenzeit bleibt aber auch noch genug Zeit, eine Runde im kühlen See zu schwimmen, Blasen zu verarzten oder einfach nur auf der Isomatte die müden Knochen auszustrecken.
Nach dieser kurzen Erholung kann dann mit neuen Kräften in das Abendprogramm gestartet werden. Der erste Teil steht dabei ganz unter dem Aspekt der Begegnung. Nachdem jede Pilgergruppe kurz vorgestellt und von allen anderen Pilgern mit stürmendem Applaus begrüßt wurde, lernt jede Gruppe ihre „Gebetsschwester“ kennen. Pilgern nach Hegne beginnt nämlich nicht erst mit dem Ankommen im Kloster, sondern schon mit dem Aufbruch in den Heimatorten. Diesen Weg der jungen Pilger begleiteten die Schwestern im Gebet und ließen „ihrer Pilgergruppe“ auch schon einen kleinen Gruß per Postkarte vor dem Aufbruch zukommen. Nun gibt es die Möglichkeit, dass jede Gruppe mit ihrer Schwestern ins Gespräch kommt. Die Jugendlichen haben die Möglichkeiten alle Fragen zu stellen, die ihnen auf dem Herzen brennen oder können einfach von ihren Erfahrungen auf dem Weg nach Hegne erzählen.
Nach diesem ersten Teil des Abendprogramms kommt es zu einem kleinen Ortswechsel: nächste Pilgerstation ist die Kirche. Diese wird bereits mit bunten Strahlern eindrucksvoll illuminiert und auch die Band fireflies ist schon in den Startlöchern, so dass es gleich weiter gehen kann mit „stay & pray“. Bis um Mitternacht gibt es in der Kirche die Möglichkeit zur Anbetung und Lobpreis. Die Jugendlichen sind eingeladen ihre Anliegen, Sorgen oder Bitten auf Steine zu schreiben und diese vor das Allerheiligste zu bringen oder eine kleine Kerze zu entzünden. Auch besteht die Möglichkeit zum Gespräch, zum Segen oder auch zum Empfang des Sakraments der Versöhnung. Neben diesem großen Angebot in der Kirche gibt es auch noch einiges anderes zu entdecken. Wer eher nach Stille sucht oder etwas über die selige Schwester Ulrika erfahren möchte, ist in der Krypta am richtigen Ort. Der ehemalige Stall lädt zum gemütlichen Zusammensein bei Knabbereien und Zopf ein. Um Mitternacht endet das Abendangebot mit dem feierlichen Segen in der Kirche und dann geht es für alle Pilger in Richtung Isomatte.
Der Sonntag startet mit einem kurzen Morgengebet vor dem Frühstück. Und welcher Ort wäre hierfür besser geeignet als der See? So macht sich also die ganze Pilgerschar auf den Weg vom Kloster hinunter ans Ufer, um gemeinsam zu singen, zu beten und einen bewussten Moment die Stille des frühen Tages wahrzunehmen.
Nach dem Frühstück und dem Packen der Rucksäcke kommt dann der große Pilgergottesdienst mit Weihbischof Dr. Michael Gerber – der übrigens wie jedes Jahr auch einen Tag mit einer Pilgergruppe auf dem Weg war. Viele Pilger und Pilgerinnen wirken selbst aktiv im Gottesdienst als Ministranten, als Lektorin oder bei den Fürbitten mit. Mit diesem gemeinsamen Gottesdienst und einem kleinen Mittagessen endet das diesjährige Pilgern nach Hegne.