Postulat

Irgendwann auf meinem Suchweg spüre ich:
„Ja, Gott sagt wirklich: Komm und sieh!“
Und ich spüre: „Ja, ich will das und es drängt mich, aufzubrechen.“

Meist habe ich viele Fragen im Gepäck, auch Fragen anderer, die sie mir stellen und auf die ich keine Antwort weiß.

Aber ich weiß, ich muss mich in diese, genau diese Gemeinschaft auf den Weg machen. Und ich gehe los! 

Im Postulat, einer Zeit, die zwischen 6 Monaten und 24 Monaten dauern kann, lerne ich die Gemeinschaft kennen, den Alltag. 

  • Ich erlebe, wie es ist, mit Menschen zusammen zu leben, die Gott zusammen geführt hat, die ich selber aber nicht ausgesucht habe. 
  • Ich erlebe, wie es ist, in einem Rhythmus zu leben, der von Gebet, Arbeit, Gemeinschaft, freier Zeit geprägt ist.
  • Ich lerne die Gründer der Gemeinschaft kennen und dadurch auch den Auftrag, den die Gemeinschaft hat.
  • Ich mache Erfahrungen in Unterrichtseinheiten und Praktika.
  • Ich erlebe, was diese Art zu leben mit mir macht, wie ich beschenkt, aber auch herausgefordert werde.
  • Ich komme in ein Gespür: „Ja, es zieht mich noch weiter hinein – Gott will das so.“

Ich spüre ihn, den Ruf – tief in mir: „Komm und bleibe!“

Dann kommt der nächste Schritt – das Noviziat, welches mit der Noviziatsaufnahme beginnt, bei der ich die Regel und Konstitutionen (Lebensordnung) erhalte. Ebenso in manchen Provinzen wahlweise, bei uns in Baden Württemberg verbindlich das Ordenskleid und den Schleier. Und ich werde nun Schwester genannt. – Aber dazu mehr unter: NOVIZIAT