Nachgefragt

HEGNER SCHWESTERN SAGEN RADOLFZELL "AUF WIEDERSEHEN"

Am vergangenen Sonntag wurden im Radolfzeller Münster Sr. Elisa und Sr. Stella Maris verabschiedet. Mit ihnen verlassen die letzten Schwestern nach 154 Jahren die Stadt. Die ersten Schwestern waren 1865, noch zu Lebzeiten von Mutter Maria Theresia, aus Ingenbohl nach Radolfzell gekommen. Seither waren über 200 Kreuzschwestern in Radolfzell tätig: in der Krankenpflege, in Kindergärten, in der Pfarreiarbeit, im Besuchsdienst.
Im Abschiedsgottesdienst und beim anschließenden Empfang im Friedrich-Werber-Haus würdigte Pfarrer Heinz Vogel mit herzlichen Worten das segensreiche Wirken so vieler Schwestern, ebenso bekundete Christof Stadler, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, in einem Rückblick seine große Wertschätzung für ihren Dienst.
Aus Hegne gestalteten die Provinzrätinnen Sr. Birgit-Maria und Sr. Susanne musikalisch den Gottesdienst mit, auch fünf weitere Schwestern, die selbst schon in Radolfzell gelebt und gewirkt haben, feierten mit.
Sr. Birgit-Maria bedankte sich im Namen aller Schwestern für die stete gute Zusammenarbeit, die Wertschätzung und alles Entgegenkommen den Schwestern gegenüber. -
Es war ein Abschiedsfest - doch bei aller Wehmut über das Ende einer Ära zugleich ein Fest der Dankbarkeit aus der Gewissheit heraus, auch künftig verbunden zu bleiben - durch gemeinsame gute Erinnerungen, im gegenseitigen Gebet und bei gelegentlichen Besuchen.
Pfarrer Vogel in seinem Abschiedsgruß: „Wir sind nicht weit auseinander. Viele von uns wissen um den guten Ort in Hegne. Das Kloster birgt so viel Vertrautes und ist zugleich einigen Zuflucht, Ort des Gebets. Die Ulrika-Glocke mag von unserem Turm nicht in Hegne zu hören sein, doch die goldenen Fäden reichen see- und himmelweit, die uns verbinden.“

HIER berichtet der Südkurier!