STADT DER LICHTER

Alle Jahre wieder stimmen sich die Schülerinnen und Schüler des Marianums über die Adventszeit hinweg bewusst auf Weihnachten ein. Dieses Jahr geschieht dies dadurch, dass bis zum Weihnachtsfest eine „Stadt der Lichter“ entsteht. Das Projekt wird durch eine Förderung der Baden-Württemberg Stiftung, im Rahmen des Programmes PUSH DICH! ermöglicht.

Jede Schülerin und jeder Schüler des Marianums bekommt dafür in den Tagen bis Weihnachten die Möglichkeit, ein Haus aus Ton zu modellieren, in das eine Kerze gestellt werden kann. Aus diesen ca.700 Tonhäusern entsteht aktuell eine "Stadt der Lichter". Die Tonhäuser trocknen an der Luft und können so direkt im Eingangsbereich der Schule aufgestellt werden, um die Schülerinnen und Schüler am Morgen mit ihrem Licht zu begrüßen.

Als Schule legt das Marianum großen Wert darauf, dass sich alle Schülerinnen und Schüler unter einem Dach als individuelle Persönlichkeit begegnen und das Gefühl von Gemeinschaft erfahren. Davon ausgehend steht das Haus bei der Aktion als ein Symbol für Sicherheit, Schutz und Wärme. Die Kerzen, die in die Häuser gestellt werden können, möchten diese Wärme spürbar machen und schenken allen am Schulleben beteiligten Personen Licht in der dunklen Corona-Zeit.

Parallel zum praktischen Anfertigen der Häuser haben alle die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich mit vier grundsätzlichen Fragen auseinanderzusetzen: Was macht für Dich einen Ort aus, an dem Du Dich zuhause fühlst? Wie fühlt es sich wohl für jemanden an, der kein Zuhause hat, das ihm Schutz und Zuflucht bietet? Was macht für Dich die Welt ein bisschen heller? Welches Licht hilft Dir, deinen Weg zu finden?

 

Von Seiten der Schülerschaft wird die Aktion sehr gut angenommen. Die drei Schülerinnen und Mitorganisatorinnen der Aktion, Mathilda Timpel, Luisa Zeidler und Julia Greis, betonen, dass die „Stadt der Lichter“ einen Kerngedanken des Marianums verkörpern würde. Hier habe jeder die Möglichkeit, sich auf seine Art und Weise einzubringen und kreativ zu werden, um am Ende etwas Großes entstehen zu lassen. Die Individualität der Häuser, bilde die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler sowie auch der einzelnen Schularten ab. Schließlich vereint das Marianum in Hegne (www.marianum-hegne.de) unter seinem Dach neben einer Reaschule und einem sozialwissenschaftlichen Gymnasium, eine Fachschule für angehende Erzieherinnen und Erzieher sowie eine Fort- und Weiterbildung für pädagogische Fachkräfte.

Hinter der Idee zur „Stadt der Lichter“ steht ein längerer Prozess. Die drei Schülerinnen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss am sozialwissenschaftlichen Gymnasium machen werden, besuchen das Marianum bereits seit der fünften Klasse der Realschule und haben dadurch eine Vielzahl an Adventsaktionen miterleben dürfen.  Als die Schülerinnen von Seiten des schulpastoralen Teams angesprochen wurden, ob sie dieses Jahr eine Idee für eine Aktion hätten, setzten sie sich schließlich mit den Kunstlehrkräften Frau Karin Maier und Frau Ulli Buurmann zusammen und die Idee zur "Stadt der Lichter" nahm Gestalt an.

Durch die finanzielle Förderung der Baden-Württemberg-Stiftung und ihrem Programm PUSH DICH! konnte die Idee nun tatsächlich realisiert werden.

Kommen Sie doch gerne mal vorbei und lassen Sie die schönen Tonhäusschen auf sich wirken. Von Tag zu Tag werden es mehr - bis zum letzten Schultag, an dem die Schüler*innen die Lichter nach Hause tragen.

Hierzu gibt es eine ganz wunderbare Geschichte "Licht kann man verschenken", die die Schüler*innen in der Gemeinschaft zusammen lesen.