Nachgefragt

STIFTUNG KLOSTER HEGNE FÜLLT SICH MIT LEBEN

Festlich-fröhlich ging es am 12. September in der Klosterkirche zu, als für die neuen Realschüler*innen der Begrüßungsgottesdienst gefeiert wurde. Erstmals seit Gründung der Realschule im Jahr 2006 wurden zum neuen Schuljahr zwei neue Klassen von Fünftklässlern aufgenommen. Die Freude darüber war bei den „Neuen“ spürbar, auch bei deren Eltern und Verwandten, die zahlreich den Neubeginn mitfeierten.
Der Gottesdienst war zugleich Rahmen für ein weiteres denkwürdiges und zukunftsweisendes Ereignis: Das Marianum – Zentrum für Bildung und Erziehung gGmbH - und die 25%Beteiligung des Klosters am Institut für Soziale Berufe (IfSB) gGmbH in Ravensburg wurden vom Kloster offiziell in die 2018 gegründete Stiftung Kloster Hegne übertragen. Augenscheinlich sichtbar wurde dies, indem Provinzoberin Schwester Maria Paola Zinniel die Kopien der Einstiftungsurkunden an Thomas Scherrieb als Stiftungsvorstand und an die Geschaftsführer/Schulleiter Dr. Volker Pudzich (Marianum) und Kurt Brust (IfSB) übergab.

Angesichts der 94 Jahre Trägerschaft des Klosters betonte Schwester Maria Paola Zinniel in ihrem Grußwort das Gewicht dieser historischen Entscheidung für die Schwestern, wertete diese jedoch mit einem Wort von Meister Eckhart zugleich als einen Schritt, der neue Möglichkeiten eröffne: „Die Frucht von Loslassen ist die Geburt von etwas Neuem.“ Auch künftig würden Kloster und Stiftung als Partner auf Augenhöhe zusammen arbeiten.

Dr. Volker Pudzich dankte für das ihm als Geschäftsführer und Schulleiter des Marianum und dem Kollegium entgegen gebrachte Vertrauen. Die Übertragung der Schulen in die Stiftung sichere deren Fortbestand und damit weiterhin die wertorientierte christliche Bildungstradition des Marianum für die Zukunft.

Stiftung Kloster Hegne füllt sich weiterhin mit Leben – dies verdeutlichte Stiftungsvorstand Thomas Scherrieb mit Verweis auf die Vorhaben, im Februar 2020 die neu gegründete Theodosius Akademie, Nachfolgerin des bisherigen Referats Bildung, und Ende 2020 das Hotel St. Elisabeth in die Stiftung zu übertragen.
Die Bedeutsamkeit der vollzogenen Einstiftungen wurde unterstrichen durch die Anwesenheit von Bürgermeister Stefan Friedrich und der beiden Generalrätinnen Schwester Sheeja Kolacherril und Schwester Dorothee Halbach.
„Wir wollen aufstehn, aufeinander zugehn, jeder hat was einzubringen, diese Vielfalt ist wunderbar…“ Im Festakt und beim anschließenden Stehempfang im Foyer wurde etwas  spürbar von dem, was diese Zeilen des Liedes ausdrücken, mit dem der Gottesdienst eröffnet wurde.