Nur magisch denkende Menschen finden, dass Freitag, der 13., ein Unglückstag ist. Aber solche findet man im Kloster Hegne nicht. Deshalb nutzt auch Schwester Susanne Bader den Freitag, den 13. März, für eine erste Rikschaausfahrt.“ „Die beiden Mitschwestern wollten unbedingt mal wieder auf die Hochwart“, erzählt sie an diesem Freitag-Frühnachmittag. Deshalb schwingt sie sich, nachdem die Sonne auch die letzten morgendlichen Nebelschwaden vertrieben hat, in den Sattel, um den Schwestern diese Freude zu bereiten. Schließlich mache das auch ihr selbst Spaß, ist sie doch eine begeisterte Radlerin, die in ihrer Freizeit gerne längere Fahrradtouren unternimmt.
Warm eingemummelt in den Wintersäcken nehmen die beiden betagten Mitschwestern in der Rikscha Platz, während Schwester Susanne, in Zivil und mit einem Norwegerpullover ausgestattet, die Fahrt antritt. Ihr wird sicher spätestens dann warm werden, wenn sie Rikscha und Passagierinnen auf den Reichenauer Berg hinaufgebracht hat. Aber die tolle Aussicht von dort oben wird die Mühe lohnen. Und dann werden die drei zum Kloster Hegne herüberblicken und vielleicht all denen zuwinken, die noch nicht in den Genuss einer solchen Rikschafahrt gekommen sind.


Aber die Saison ist ja nun erst eröffnet. Und viele weitere Fahrten werden folgen. Hoffentlich nicht nur von Schwester Susanne. Der Verein „Radeln ohne Alter Konstanz e.V.“ sucht deshalb in Hegne und Allensbach weitere Ehrenamtliche, die bereit sind, sich als Pilot*innen ausbilden zu lassen, um solche Ausfahrten zu übernehmen. Bei Interesse kann man sich unter info@radelnohnealter-kn.de anmelden und Näheres erfahren. Josef Wiemers, der Quartierslotse für Hegne/Allensbach, würde sich freuen, neue Rikscharadler*innen begrüßen und ausbilden zu können.
Und dann kann man losradeln, und das nicht nur am Freitag, dem 13.!!
Michael Buchmüller
