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Kunstausstellung „MENSCH.SEIN.WERDEN“ im Kloster Hegne eröffnet

Seit dem 10. Mai 2026 präsentiert die Theodosius Akademie der Stiftung Kloster Hegne im Hotel St. Elisabeth die Kunstausstellung „MENSCH.SEIN.WERDEN“ mit Werken der Künstler Hans Thomann und Wolfgang Neumann. Die bis zum 13. September 2026 laufende Ausstellung widmet sich Fragen menschlicher Identität, Verletzlichkeit und gesellschaftlicher Verantwortung

Kunst als Resonanzraum des Menschseins

Zur Vernissage begrüßte Prof. Dr. Florian Kluger, Geschäftsführer und Stiftungsvorstand des Klosters Hegne, zahlreiche Gäste. In seiner Eröffnungsrede betonte er die besondere Bedeutung der Kunst für das Kloster Hegne. Kunst sei hier nicht bloße Dekoration, sondern ein Ort, an dem existenzielle Fragen sichtbar werden dürften.

Bereits der Ausstellungstitel „MENSCH.SEIN.WERDEN“ verweise auf einen offenen Prozess des Menschseins, der nie vollständig abgeschlossen sei.

„Ein Angebot und vielleicht auch eine Zumutung, das Unfertige nicht als Mangel zu betrachten, sondern als Wahrheit unseres Daseins. Zwei künstlerische Positionen eröffnen diesen Resonanzraum auf sehr unterschiedliche Weise“, so Kluger.

Zwei Künstler – zwei Perspektiven auf den Menschen

In Hans Thomanns Werk ist die menschliche Figur die Konstante. Er fragt danach, wie der Mensch sich selbst darstellt und was an diesen Selbstbildern trägt – und was sich dabei als fragile Illusion erweist. Seine Arbeiten reichen von lebensgroßen Skulpturen bis hin zu ikonischen Gestalten. Ambivalenz und Humor sind dabei ständige Begleiter seines künstlerischen Schaffens.

Wolfgang Neumann nähert sich dem Menschsein aus einer anderen Richtung. Seine Gemälde und Zeichnungen leben von großer Erzählfreude und kombinieren reale, gegenständliche und zugleich fiktive Wirklichkeiten. Grelle Farben, starke Kontraste und bewegte Bildwelten prägen seine Werke.

Inhaltlich bündelt und verdichtet Neumann die Vielschichtigkeit menschlicher Themen in einem von ihm selbst geprägten Begriff: „Kompressionismus“. „Als würde die Bildwelt unter hohem Druck gleichzeitig erzählen, kommentieren, widersprechen“, beschrieb Kluger die Arbeiten des Künstlers.

Personen auf dem Foto (v. l. n. r.): Markus R. T. Cordemann (Leiter der Theodosius Akademie), Rosemarie Vollmer (Künstlerin sowie Mitglied des Kunst-Kuratoriums des Klosters Hegne und der GcK), Wolfgang Neumanns (Künstler), Hans Thomann (Künstler) und Prof. Dr. Florian Kluger (Stiftungsvorstand und Geschäftsführer Kloster Hegne)

Rosemarie Vollmer würdigt die Werke

Im Anschluss sprach Rosemarie Vollmer, Künstlerin sowie Mitglied des Kunst-Kuratoriums des Klosters Hegne. Sie würdigte insbesondere die erzählerische Kraft der Werke Wolfgang Neumanns.

Manche seiner Arbeiten wirkten „wie Graphic Novels oder Novel Paintings – Bildergeschichten, nur nicht nacheinander erzählt, sondern gleichzeitig“, so Vollmer.

Auch die Arbeiten von Hans Thomann hob sie hervor: „Thomanns Werke sind bekannt für ihre provokative und nachdenkliche Natur und werfen tiefere Fragen zur menschlichen Existenz und Identität auf.“

Abschluss und musikalische Begleitung

Gefördert wird die Ausstellung durch die Crescere Stiftung Bodensee.

Zum Abschluss der Vernissage dankte Markus R. T. Cordemann, Leiter der Theodosius Akademie, allen Beteiligten für die Vorbereitung und Durchführung der Ausstellung. Ein besonderer Dank galt Heike Görlitz am Saxophon und Matthias Weisgerber am Kontrabass, die als Duo „SeeTon@2“ die Vernissage mit klassischen und jazzigen Klängen musikalisch begleiteten.

Ausstellungsdauer und Ort

Die Ausstellung „MENSCH.SEIN.WERDEN“ lädt Besucherinnen und Besucher zum Hinsehen, Nachdenken und Mitfühlen ein. Zu sehen ist sie noch bis zum 13. September 2026 im Hotel St. Elisabeth in Allensbach-Hegne.

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