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„Zu-Wendung. Barmherzig sein konkret“ – Thema zum Wochenende der Gemeinschaft Lebensbaum Hegne

Vom 27. Februar bis 1. März 2026 trafen sich Mitglieder der Gemeinschaft zu einem intensiven Wochenende unter dem Leitgedanken „Zu-Wendung. Barmherzig sein konkret“. Die Tage waren geprägt von gemeinschaftlichem Gebet, spirituellen Impulsen, persönlicher Reflexion und vielfältigen Begegnungen.

Ein gemeinsamer Auftakt in Stille und Gebet

Der Freitagabend begann mit einem meditativen Kreuzweg in der Klosterkirche, gefolgt von einem gemeinsamen Abendessen. Beim anschließenden „Ankommen“ im Haus Ulrika wurde der Prozess des „Mauerbaus“ vom vorausgegangenen Wochenende im November 2025 noch einmal eindrücklich in Erinnerung gerufen und gemeinsam reflektiert. Daran schlossen sich organisatorische Punkte an, darunter der Kassenbericht sowie die Entlastung und Neuwahl des bisherigen Verantwortlichen Kassenvorstandes.

Geistliche Vertiefung und sinnliche Erfahrungen

Der Samstag startete mit den Laudes in der Kapelle St. Elisabeth. Beim anschließenden Bibelteilen zu Mt. 17,1–9 kamen die Teilnehmenden miteinander ins Gespräch über die Verklärung Jesu und die Bedeutung von Gottes Nähe im eigenen Alltag. Eine Wahrnehmungsübung lud dazu ein, den Blick nach innen zu richten und die eigene Haltung der Barmherzigkeit bewusst wahrzunehmen.

Ein Höhepunkt war die Führung durch die Ausstellung im Foyer des Hotels St. Elisabeth mit Sr. Regina, die den Blick für das Thema Barmherzigkeit auf feine Weise erweiterte und vertiefte. Dabei schwang der Gedanke mit, dass wir Menschen in all unserer Einzigartigkeit und Zerbrechlichkeit selbst wie kleine Kunstwerke sind: gestaltet, getragen und immer wieder neu anzuschauen.

Am Nachmittag folgte eine thematische Einheit, bevor die Gruppe in zwei parallele Workshops zu den sieben Werken der Barmherzigkeit aufgeteilt wurde:
In der vertiefenden Auseinandersetzung konnten die Teilnehmenden zwei unterschiedliche Zugänge wählen. Sieben meditative Tänze unter der Anleitung von Sr. Benedicta Maria eröffneten einen bewegten, innerlich stillen Zugang zum Thema, während eine Paarübung mit Impulskarten unter der Anleitung von Andrea Schaaf zu einer persönlichen, achtsamen Reflexion einlud.

Die Vesper in der Klosterkirche und das Abendessen führten in einen intensiven Abend über, der durch Informationen aus dem Kloster von Sr. Susanne, Einblicke in die Arbeit des Steuerkreises und die Diskussion um die inhaltliche Beschreibung der Gebetspatenschaften mit den Schwestern bereichert wurde.

Sr. Dorothea Maria holte ein Meinungsbild zu ihrer geplanten gemeinsamen Fahrt zur seligen Sr. Zdenka im Juni 2027 ein. Die Rückmeldungen aus der Runde helfen ihr nun bei der weiteren Planung und Entscheidungsfindung.

Abschluss in Dankbarkeit und Verbundenheit

Der Sonntag begann erneut mit den Laudes, diesmal gemeinsam mit den Schwestern des Konvents in St. Elisabeth. Die Eucharistiefeier in der Klosterkirche wurde zum geistlichen
Höhepunkt des Wochenendes. In der anschließenden Abschlussrunde im Haus Ulrika teilten die Teilnehmenden ihre Eindrücke: Dankbarkeit, Ermutigung und das Gefühl, einander nahe zu sein, prägten die Rückmeldungen.
Mit einem gemeinsamen Mittagessen endete das Wochenende – getragen von der Erfahrung, dass Barmherzigkeit dort konkret wird, wo Menschen einander zugewandt begegnen, aufmerksam hinhören und Gemeinschaft leben. In dieser Haltung wurde auch spürbar, wie aktuell der Gedanke ist, den Pater Theodosius so prägnant formuliert hat: „Das Bedürfnis der Zeit ist Gottes Wille.“ Seine Worte bekamen in den gemeinsamen Erfahrungen des Wochenendes eine neue Tiefe und erinnerten daran, aufmerksam zu bleiben für das, was jetzt gebraucht wird – im eigenen Leben wie in der Gemeinschaft.

Andrea Lasch

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