Vernissage „Zu-Wendung. Barmherzig sein konkret“ – Ausstellungseröffnung am 09.11.2025 im Kloster Hegne

Am 9. November 2025 eröffnete die Theodosius Akademie im Rahmen des Jubiläumsjahres „130 Jahre Kloster Hegne“ die Vernissage „Zu-Wendung. Barmherzig sein konkret“. Die Ausstellung widmet sich dem zentralen Thema der Barmherzigkeit und würdigt damit 130 Jahre Wirken der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz in der Provinz Baden-Württemberg.

Künstlerische Auseinandersetzung mit Werken der Barmherzigkeit

Mitglieder der Gemeinschaft christlicher Künstlerinnen und Künstler (GcK) in der Erzdiözese Freiburg, des Kunstvereins der Diözese Rottenburg-Stuttgart e. V. sowie weitere eingeladene Kunstschaffende setzten sich intensiv mit den leiblichen und geistlichen Werken der Barmherzigkeit auseinander. Entstanden sind 38 vielfältige Kunstwerke, die durch unterschiedliche Stile, Materialien, Perspektiven und Themen – von Migration bis Einsamkeit – beeindrucken. Die Ausstellung macht deutlich, wie Kunst zum Ausdruck gelebter Nächstenliebe werden kann und setzt damit ein starkes Zeichen für gesellschaftliche Verantwortung und spirituelle Tiefe.

Eröffnung und Einführung in die Ausstellung

In seiner Begrüßung betonte Prof. Dr. Florian Kluger (Vorstand der Stiftung Kloster Hegne und Geschäftsführer von Kloster Hegne) die Barmherzigkeit als Herzstück des Evangeliums – als „schöpferische Kraft, die Leben hervorbringt“ und als „gelebte Nächstenliebe künstlerisch interpretiert“. Sein Dank galt der Erzdiözese Freiburg, der Erzbischof Hermann Stiftung und der Crescere Stiftung Bodensee für ihre Unterstützung.

Dr. Katharina Seifert (Fachbereich Kunst, Kultur, Kirche im Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg und Mitglied des Kunst-Kuratoriums der Stiftung Kloster Hegne) führte thematisch in die Ausstellung ein. Anhand des biblischen Gleichnisses vom barmherzigen Samariter verdeutlichte sie die persönliche, gesellschaftliche und politische Relevanz der gelebten Barmherzigkeit: Die Frage „Wer ist mein Nächster?“ kennt keine Reihenfolge und keine Ausschlusskriterien – sie fordert persönliche Verantwortung und bewusste Entscheidung.

Präsentation der Kunstwerke

Ein Höhepunkt der Vernissage war die Vorstellung der 38 Exponate durch Rosemarie Vollmer (Künstlerin und Mitglied des Kunst-Kuratoriums des Klosters). Sie lud die anwesenden Künstlerinnen und Künstler ein, Einblicke in ihre Gedanken und den Entstehungsprozess ihrer Werke zu geben. Die Besucherinnen und Besucher erhielten im voll besetzten Foyer des Hotels St. Elisabeth einen lebendigen Eindruck von der Vielfalt künstlerischer Zugänge.

Abschluss und musikalische Begleitung

Zum Abschluss dankte Markus R. T. Cordemann (Leiter der Theodosius Akademie) allen Beteiligten für die Vorbereitung und Durchführung der Vernissage. Ein besonderer Dank galt dem Gitarristen Wolfgang Daiss (Gerlingen) für seine musikalische Untermalung der Veranstaltung.

Ausstellungsdauer und Ort

Die Ausstellung „Zu-Wendung. Barmherzig sein konkret“ ist bis 1. März 2026 im Hotel St. Elisabeth, Konradistraße 1, Allensbach-Hegne, zu sehen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Ausstellungsseite: Zu-Wendung – Barmherzig sein konkret – Kloster Hegne

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Leibliche Werke der Barmherzigkeit

  • Hungrige speisen
  • Obdachlose beherbergen
  • Nackte bekleiden
  • Kranke besuchen
  • Gefangene besuchen
  • Tote begraben
  • Almosen geben

Geistliche Werke der Barmherzigkeit

  • Unwissende lehren
  • Zweifelnde beraten
  • Trauernde trösten
  • Sünder zurechtweisen
  • Beleidigern gern verzeihen
  • Lästige geduldig ertragen
  • Für Lebende und Verstorbene beten

Fotograf: Frank Müller 

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